Die jährliche Bio-Kontrolle

Heute haben wir unsere jährliche Bio-Kontrolle erfolgreich absolviert. Für die Bio-Kontrolle schließt man einen Vertrag mit einer staatlich autorisierten Bio-Kontrollstelle ab, die mindestens ein Mal jährlich auf den Betrieb kommen, um diesen zu überprüfen.

Die Kontrollkosten
Die Kosten für die Kontrolle sind vom landwirtschaftlichen Betrieb zu tragen1 und richten sich nach der Komplexität des Betriebs.

Zum Grundbeitrag je Betrieb kommen unterschiedliche Kontrollkostensätze für die Betriebskontrolle hinzu. So gibt es Flächenbeiträge für Acker, Grünland und Spezialkulturen (das wären z.B. Beerenobst oder Kräuter) sowie einen Grundbeitrag je Bienenvolk. Zudem gibt es einen Zusatzpassus für Wildsammlung (bei uns für die Kräuter für unsere Oxymele) und für die Direktvermarktung.

Weitere Zusatzkosten bei der Kontrolle entstehen durch die Kontrolle eventueller Zusatzprogramme (bei uns Bio Austria).

Die Vor-Ort-Kontrolle
Je nachdem wie groß und vielfältig der Betrieb ist und wie gut die Unterlagen vorbereitet sind, dauert die Kontrolle vor Ort unterschiedlich lange.
Bei uns hat sie heute 3,5 Stunden gedauert und wir wurden sowohl auf die Bio-Richtlinien als auch die Bio Austria-Verbandsrichtlinien kontrolliert.

Zudem gaben wir alle Produkte bekannt, die wir im Laufe des nächsten Jahres in unser Sortiment aufnehmen möchten. Die Meldung wäre auch unterjährlich möglich, ist dann aber mit zusätzlichen Kosten für die Zertifizierung verbunden.

Fehlende Flexibilität bei der Verarbeitung
Abschließend möchten wir anmerken, dass wir es gut finden, dass es umfassende Kontrollen der Bio-Betriebe gibt. Obwohl wir auch den bürokratischen Aufwand anmerken möchten, der vor allem bei der Entstehung neuer verarbeiteter Produkte besteht. Dies wird von uns als deutliche Erschwernis, gegenüber der konventioneller Betriebe, gesehen.
So ist es beispielsweise konventionellen Betrieben möglich, eine große Menge anfallenden Obstes zu Fruchtmus o.Ä. zu verarbeiten, wohingegen Bio-Betriebe streng genommen zuvor eine Rezeptur anmelden und das verarbeitete Produkt zertifizieren lassen müssen, bevor sie es als Bio-Produkt verkaufen dürfen. Dies ist auch dann erforderlich, wenn das Obst selbst am Betrieb schon zertifiziert wurde.

  1. für die ersten fünf Jahre nach Umstellung auf Bio ist eine teilweise Förderung der Kontrollkosten möglich ↩︎

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